St. FLORIANER BRUCKNERTAGE 14. – 22. August 2021

Die Quint_Essenz der Erfahrungen

Bruckners Vierte, 1888

 

Das Motto der St. Florianer Brucknertage führt uns im Jahr 2021 zu einem Programm, dass teilweise schon 2020 geplant war und aufgrund der Gegebenheiten im nächsten Jahr vollendet wird.

„Wir wollen das Festival 2021 mit der Vierten vollenden – die war im Jahr 2020 geplant und wird uns im Jahr 2021 wieder begegnen.“ Das Team der St. Florianer Brucknertage hat bereits heuer gezeigt, dass ein verantwortungsvolles Konzerterlebnis im Stift St. Florian möglich ist und zu keiner Einschränkung des Kulturgenusses geführt hat. Daher planen wir das Festival für das Jahr 2021 und freuen uns bereits jetzt den Kartenverkauf dafür starten zu können.

 

Der Spannungsbogen reicht wieder von der Klassik bis zum Jazz. Schon das Eröffnungswochenende wird etwas ganz Besonderes – auch weil es Samstag und Sonntag Konzerte gibt.

In der Woche vor unserem Festival wird im Stift erstmalig ein internationaler Violinwettbewerb ausgetragen, der sich mit der Musik des Geigenvirtuosen Joseph Mayseder auseinandersetzt. Dieser Geiger und Komponist aus dem 19. Jahrhundert wird auch der „Paganini Wiens“ genannt, der natürlich in erster Linie der Jugendförderung dient. Die letzte Runde dieses Wettbewerbs wird zugleich unser Eröffnungskonzert sein, es werden je nach Wahl der Teilnehmer drei KandidatInnen aus den drei Violinkonzerten Mayseders spielen. Zudem ist auch das Publikum beteiligt, weil die ZuhörerInnen einen Publikumspreis vergeben dürfen.

 

Ein Friedenskonzert

Am Sonntag freuen wir uns außerordentlich auf das “Filasteen Young Musicians Orchester” (FYMO), dass das “Flaggschiff der Barenboim-Said for Music Foundation” (BSF) ist. Es wurde 2015 gegründet und setzt sich aus jungen Musikerinnen der BSF und aus Palästina zusammen. Es hat seinen Hauptsitz in Ramallah und konzertiert regelmäßig sowohl in Palästina als auch international. Gemeinsam mit Rémy Ballot, seit 2013 Conductor in Residence der Sankt Florianer Brucknertage, werden sie Werke von Mozart, Bruckner und palästinensischer Komponisten zur Aufführung bringen. Die BSF wurde 2003 von dem Philosophen Edward Said und dem Dirigenten Daniel Barenboim gegründet. Ziel der Stiftung ist die Vermittlung klassischer Musik zur Erweiterung des geistigen und menschlichen Horizontes. Die musikalische Ausbildung von Anfängern bis hin zu professionellen Musikern aller sozialen Schichten wird durch die Mittel der Stiftung ermöglicht.

 

Der restaurierte Brucknerflügel

Ein Schwerpunkt dieses Jahr wird der neu restaurierte Brucknerflügel sein, der im Jahr 2021 erstmals wieder bespielt wird. Erstmals wird der ständige Begleiter Bruckners in einem eigenen Konzert mit Wolfgang Brunner zum Einsatz kommen. Jenes Instrument, an dem Bruckner alle seine Sinfonien komponierte, steht erstmals selbst im Rampenlicht. Am Sonntag, den 15.8., wird der Flügel eingeweiht und das Klangoriginal aus Bruckners Besitz wieder der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Das Symphoniekonzert erstmals an zwei Tagen

Bruckners Suche nach Vollendung der IV. Symphonie dauerte von 1874 bis 1890. Die Víerte liegt in 15 Versionen (7 handschriftlichen, 8 gedruckten) vor. Die Uraufführung der heute üblichen Zweitfassung 5.6.1880 mit den Wiener Philharmonikern unter Hans Richter war der erste Erfolg für Bruckner. Später gewann er durch die Komposition seiner V. bis IX. einen immensen handwerklichen Zuwachs an Orchestrationstechnik. Dieser bewog ihn 1888 zur „Summe seiner Erfahrungen“: einer radikalen formalen Umarbeitung und Neuorchestrierung der IV in einer „Drittfassung“. In dieser Gestalt gilt sie als letzter Wille Bruckners. Wir alle kennen die „Romantische“ bisher nur in der immer gespielten Zweitfassung. Erst 2004 wurde die Drittfassung von Bruckner-Forscher Benjamin Korstvedt wiederentdeckt und neu editiert. Wir machen diese späte Wiedergeburt, die Summe der Erfahrungen, in seinem letzten Willen nachvollziehbar: Als weltweit erst drittes Orchester seit der Wiederentdeckung 2004 wird das Altomonte Orchester mit Rémy Ballot die Vollendungen musizieren und somit die Drittfassung erlebbar machen. Und dies erstmalig an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Freitag und Samstag.

 

Auch das jährliche Symposion ist der Vielfalt der IV. gewidmet. „Schatzgräber“ Ben Korstvedt kommt aus USA zu uns, berät uns und freut sich. Das Publikum wird staunend seine eigenen Bruckner-Erfahrungen erweitern. Felix Diergarten berichtet über seine neuesten Forschungen zum Aufbau von Bruckners langsamen Sätzen und Kyra Waldner spricht über Schubert- UND Bruckner-Vertraute Karoline Eberstaller.

 

Ein Opernabend mit Michael Wagner

Die Idee dieses Konzertes ist, namhafte Auszüge aus den Opern Wagners in Verbindung zu weiteren Komponisten, die Bruckners in seiner Studienzeit bei Otto Kitzler kennen lernte, in Verbindung zu setzen und daraus ein repräsentatives Opernauszugsprogramm zusammenzustellen. Der jüngst mit der Richard-Tauber-Medaille ausgezeichnete Michael Wagner ist prädestiniert für das Wagnersche Repertoire.

 

Die Orgelnacht als Fixum der St. Florianer Brucknertage

Die nunmehr VII. Internationale Orgelnacht bietet wieder ein Klangkaleidoskop mit Musik von Thomas Tallis aus dem 16. Jahrhundert bis zu Fredy Mercury. In fünf Konzerten unterschiedlichster Schwerpunkte spielen OrganistInnen aus Dänemark, Deutschland, England und der Schweiz.

Gemeinsam mit der dänischen Organistin Tina Christiansen spielt das Linzer Nachwuchstalent Xaver Gumpenberger in unserer Reihe der „Jungen Talent Oberösterreichs“  (JTO) ein Programm für Saxophon und Orgel.

 

Jazzkonzert mit Rudi Berger

Auf Grund seines durch verschiedenste kulturelle Einflüsse gekennzeichneten Werdeganges, hat sich Rudi Berger einen wichtigen Platz in der Welt der Jazzvioline geschaffen und gilt heute als einer der originellsten und richtungsweisendsten Stimmen seines Genres.

 

Den schon fast legendären Abschluss bildet am Sonntag der Bruckner-Frühschoppen erstmals im Stiftsgarten mit dem Florianer Musikverein und Joschi Auer als Moderator als kreatives Finale mit Musik aus der Zeit von Anton Brucker.

 

Und nach dem großen Erfolg in diesem Jahr werden wir das Konzept der Jungen Brucknertage von Montag bis Freitag mit einem unterschiedlichen Programm für Familien und junge Menschen im Stift weiterführen. Lydia Zachbauer hat ein Wochenprogramm gestaltet, das junge Menschen mit Bruckner auf vielfältige Weise in Verbindung bringt – ein Bruckner Mosaik.

 

Ein besonderes Highlight gibt’s am Donnerstag, 19. August: Das Kinder-Musik-Theater „Außen.VOR!“ feiert Premiere! Das Stück aus der Feder von Gitarrist Severin Trogbacher verbindet Musik, Tanz, Schauspiel und eine spannende Geschichte um Anton Bruckners IV. Symphonie.

 

Das internationale Festival St. Florianer Brucknertage punktet somit auch 2021 wieder mit musikalischer Qualität und Vielfalt, mit dem stimmungsvollen Ambiente des Stifts und der familiären Atmosphäre.

 

Alle Veranstaltungen finden im Marmorsaal im Stift St. Florian unter Einhaltung aller bis dahin vorgegebenen Sicherheitsabstände statt. Die Erfahrung des heurigen Festivals werden in alle Vorgaben für den Sommer 2021 einfließen. Wir haben das Programm so flexibel gestaltet, dass wir auch kurzfristig auf Änderungen reagieren können.

 

Die Tickets sind über Öticket, allen ÖTicket Verkaufsstellen und direkt im Stiftsladen im Stift St. Florian erhältlich.

https://www.oeticket.com/artist/stflorianer-brucknertage und www.brucknertage.at

Sollte es zu einer Absage kommen, werden die Kartenpreise zurückerstattet.

“Anton Bruckner selbst hat uns allen gelehrt und vorgelebt, niemals aufzugeben. Genau dies wollen wir unseren Gästen musikalisch weitergeben.” Klaus Laczika, Künstlerischer Leiter der St. Florianer Brucknertage

 

Die St. Florianer Brucknertage

Die St. Florianer Brucknertage werden vom gleichnamigen Verein veranstaltet. Obmann ist der Propst des Stiftes, Johannes Holzinger. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen einen Zugang zu Bruckners Schaffen sowie spannende musikalische Begegnungen zu ermöglichen. Das musikalische Experiment und die Förderung junger, heimischer KünstlerInnen stehen im Mittelpunkt des Festivals.

 

 

Infos und Rückfragen

Mag. Daniela Pühringer

Tel. 0664-2289392

E-Mail office@dpbc.at

 

Verein „St. Florianer Brucknertage“

Stiftstraße 1

4490 St. Florian

www.brucknertage.at