Matthias Giesen, Michal Markuszewski, John Aquilina

Die Orgelnacht widmet sich in diesem Jahr der Improvisation und Komposition Anton Bruckners. Der junge polnische Organist Michał Markuszewksi ist ein ausgewiesener Fachmann der Improvisation, jener Kunst, die Anton Bruckner ganz besonders auf seiner Orgel hier in St. Florian pflegte. So wird die Orgelnacht von einer improvisierten Ouvertüre eröffnet, bevor Markuszewski neben einem großen Bach-Werk auch französische Orgelmusik zur Sprache kommen lässt.

John Aquilina hat Orgelmusik aus dem kleinen Inselstaat Malta im Gepäck, wobei er über liturgische Musik seines Landes improvisieren sowie eigene Stücke spielen wird. Neben Bach und den wunderbaren Skizzen für Pedalflügel Schumanns wird sein Programm uns in selten zu hörende Klangwelten eintauchen lassen.

Nach einer längeren Pause wird Matthias Giesen dann das Hauptwerk des Abends präsentieren: Die Welterstaufführung von Anton Bruckners V. Symphonie in der Fassung für Orgel. Entstanden ist diese Transkription bereits in den Jahren 2002/03, bisher aber noch nie im Gesamten erklungen (nur der erste und zweite Satz sind bisher aufgeführt worden). Die Bruckner-Orgel eignet sich mit ihrer Klangfülle und mit ihren vielen Einzelfarben hervorragend für die Umsetzung einer Brucknerschen Symphonie auf die Orgel. Große Herausforderungen sind dabei insbesondere die dichte Klangsprache der Fuge im Finale sowie die komplexe Instrumentation des zweiten Satzes.

 

20.00 Uhr Michał Markuszweski, Warschau/Polen

Michał Markuszewski (*1980): Ouvertüre (Improvisation)    

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564

César Franck (1822-1899): Prélude, Fugue et Variation h-Moll op. 18    

Olivier Messiaen (1908-1992): Dieu parmi nous aus: La Nativité du Seigneur

 

21.00 Uhr John Aquilina, Malta

Johann Sebastian Bach (1685–1750): Praeludium und Fuge f-Moll BWV 534

Robert Schumann (1810–1856): aus Vier Skizzen für den Pedalflügel op. 58 (1845)

       I. Nicht schnell und sehr markiert (c-Moll)

II. Nicht schnell und sehr markiert (C-Dur)

John Aquilina (*1968): aus Meditations on Maltese Hymn Tunes (2014–2015)

  • Fik it-Tama (Introitus für Advent, Meditation)
  • Twieled il-Messija (Offertorium für Weihnachten, Allegro)

Charles Camilleri (1931–2009): Wine of Peace

Robert Schumann (1810–1856): aus Vier Skizzen für den Pedalflügel op. 58 (1845)

III. Lebhaft (f-Moll)

IV. Allegretto (Des-Dur)

John Aquilina (geb. 1968): aus Meditations on Maltese Hymn Tunes (2014–2015)

  • Ftakar fina (Introitus für die Fastenzeit, Andante)
  • Bl-ikbar hena (Offertorium für Ostern, Toccata)

 

22.15 Uhr Matthias Giesen, Wien/Linz

Anton Bruckner (1824-1896):  Symphonie Nr. V B-Dur, WAB 105 (Transkription: Matthias Giesen) – Welterstaufführung

I. Introduktion Adagio/Allegro

II. Adagio, sehr langsam

III. Scherzo, Molto vivace (schnell)/Trio, Im gleichen Tempo

IV. Finale, Adagio – Allegro moderato

 

Datum: Mittwoch, 16. August 2017
Uhrzeit: 20.00 Uhr
Ort: Augustiner Chorherrenstift
St. Florian, Stiftsbasilika

Interpreten

Matthias Giesen

Orgel

Michal Markuszewski, Warschau

Orgel

John Aquilina, Malta

Orgel

Programm

Michal Markuszewski (*1980)

Ouverture (Improvisation)

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564

César Franck (1822-1899)

Prélude, Fugue et Variation h-Moll op. 18

Olivier Messiaen (1908-1992)

Dieu parmi nous aus: La Nativité du Seigneur

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Praeludium und Fuge f-Moll BWV 534

Robert Schumann (1810–1856)

aus: Vier Skizzen für den Pedalflügel op. 58 (1845)

John Aquilina (geb. 1968)

aus: Meditations on Maltese Hymn Tunes (2014–2015)

Charles Camilleri (1931–2009)

Wine of Peace

Robert Schumann (1810–1856)

aus: Vier Skizzen für den Pedalflügel op. 58 (1845)

John Aquilina (geb. 1968)

aus: Meditations on Maltese Hymn Tunes (2014–2015)

Anton Bruckner (1824-1896)

Sinfonie Nr. 5 B-Dur (Transkription: Matthias Giesen) – Welterstaufführung