Ausgezeichnet!

Programm-Broschüre 2017

Programm-Broschüre 2017

Herzlich Willkommen zu den St. Florianer Brucknertagen 2017!

Kein anderes Werk lässt den Brucknerschen Kosmos zwischen Zweifel und zu Verzicht so unmittelbar erleben wie Bruckners Fünfte.
Mit dieser gigantischen Symphonie feiern die St. Florianer Brucknertage ihren Meister – und ihr eigenes Zwanzigjähriges Bestehen.
 
Entstanden ist sie in einer Zeit, in der sich Bruckner seines Scheiterns auf mehrerlei Weise bewusst wurde: Die Kritiker versagten ihm die Anerkennung als Komponist.
Die Wiener Universität verwehrte ihm die erhoffte Professur. Und die Frauen mieden ihn, trotz hartnäckigen Werbens. 1875 bis 1876 komponierte er in einem zähen Ringen um Anerkennung seine Fünfte, seine wohl dichteste Symphonie. Ein musikalischer Wendepunkt im Leben Bruckners.
Zu Beginn schwingt noch Bruckners leidvolle Verzweiflung mit, sie gibt aber bald einer spürbaren Hoffnung Raum und Vielstimmigkeit.
Im furiosen Finale mündet das kolossale Werk mit einem himmlischen Choral in einer Zuversicht, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Als seine „Phantastische“ und sein „kontrapunktisches Meisterstück“ hat er sie nach ihrer Fertigstellung bezeichnet.
Mit Stolz und in dem festen Glauben, dass er mit diesem symphonischen Höhenflug endlich über sich hinausgewachsen war.
Matthias Giesen
Künstlerische Leiter: Mag. Matthias Giesen

Bank Austria Kunstpreis 2014, Kategorie Kunstvermittlung 

 „Unsere Vision war und ist es, das intensive Erleben der Musik von Anton Bruckner, die sich nicht jedem leicht erschließt, zu ermöglichen und Nachwuchstalente zu fördern.“ so Univ. Prof. Dr. Klaus Laczika, Gründer der St. Florianer Brucknertage.
 
Unser „klangvolles“ Projekt, das 1997 als private Initiative begann und heute, laut dem Londoner „The Bruckner Journal“, ein Höhepunkt unter den weltweiten Brucknerveranstaltungen“ ist, wurde mit einem der beiden Preise in der Kategorie Kunstvermittlung ausgezeichnet. „Das Besondere an den St. Florianer Brucknertagen ist die Verbindung von Ort, Komponist und Werk,“ streicht der Arzt Klaus Laczika heraus. Sie finden jährlich in der zweiten Augustwoche inmitten der geistigen Heimat Bruckners (1824-1896), dem Augustiner Chorherrenstift in St. Florian, statt.
Ein Ort der Stille und Weite, um sich berühren zu lassen von der Musik des genialen Komponisten, Organisten und Musikpädagogen. Matthias Giesen, künstlerischer Leiter: „Wir möchten unsere Besucherinnen und Besucher zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Schaffen Anton Bruckners ermutigen und zudem, zum Beispiel mit Jazzversionen, eine Brücke zur modernen Musik schlagen. Diese Auseinandersetzung erreichen wir nicht nur durch hochkarätige Konzerte, sondern auch durch Symposien und Vorträge.“
 
Nachwuchsförderung – mit großem Erfolg
Wie auch Bruckner selbst zeitlebens bestrebt war, junge Menschen in ihrem Erleben von Musik zu unterstützen, ist die Förderung von Nachwuchstalenten auch hier ein weiteres wichtiges Standbein. So wurde im Jahr 2014 Bruckners 8. Symphonie vom Jugendorchester Oberösterreich unter Rémy Ballot mit sensationellem Erfolg aufgeführt.
Über den Gewinn des Preises freuen wir uns sehr, da uns dieser „einen Polster sowie genug Luft zum Atmen“ verschafft. Und zudem „Die Öffnung des Horizonts“ ermöglicht: Unter diesem Motto stehen nämlich die St. Florianer Brucknertage 2015, die sich mit Bruckners Reise nach Frankreich beschäftigen.
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