DIE VIERTE

Bruckners Suche nach Vollendung der IV. Symphonie dauerte von 1874 bis 1890. Die IV. liegt in 15 Versionen (7 handschriftlichen, 8 gedruckten) „IV/1 -IV/3“ vor.

Die Uraufführung der heute üblichen IV/2 (1878/80) am 5.6.1880 mit den Wiener Philharmonikern unter Hans Richter war ein großer Erfolg für Bruckner. Später gewann er durch die Komposition seiner V. bis zum 1887 vollendeten 1. Satz der IX. weitere Orchestrations-Erfahrungen. Diese bewogen ihn 1888 zu einer radikalen formalen Umarbeitung und Neuorchestrierung: Zu IV/3. (!!!) Ab ihrer Uraufführung am 22.1.1888 bis ca. 1940 blieb IV/3 die gängigste Fassung und wurde dann zugunsten von IV/2 vom Spielplan verdrängt. Bis heute.

Wir alle kennen die Romantische nur als IV/2. Erst 2004 wurde IV/3 durch den berühmten Brucker-Forscher Benjamin Korstvedt wiederentdeckt und neu editiert. Wer suchet, der findet.

Die Brucknertage schließen Bruckners eigenen Kreis, der 26 Jahre umfasst. Wir machen diese späte Wiedergeburt erlebbar mit und spielen IV/3.

Unser Freund Ben Korstvedt kommt aus USA zu uns, berät uns und freut sich.

Das Publikum wird staunen.

Datum: Freitag, 21. August 2020
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Augustiner Chorherrenstift
St. Florian, Stiftsbasilika

Interpreten

Altomonte Orchester

Orchester

Rémy Ballot

Dirigent

Programm

Anton Bruckner

4. Symphonie in Es-Dur (WAB 104)