V. Internationale Orgelnacht

Das musikalische Feuerwerk der Orgelnacht findet nun schon zum fünften Mal in Folge statt. Auch heuer ist wieder Extravagantes und Exquisites dabei, von Musik für Kenner der Orgelmusik bis Bearbeitungen von Werken aus ganz anderen musikalischen Gefilden.
Beginnen wird der italienische Organist Sergio Orabona mit einem bunt gemischten Strauss von Musik aus Italien und Frankreich, wobei er der Entwicklung der Musik von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute in diesen Ländern nachspürt.
Das zweite Konzert wird von der Austrian Art Gang (AAG) abwechselnd mit dem Stiftsorganisten Andreas Etlinger, der an der Bruckner-Orgel seinen täglichen Arbeitsplatz hat, gespielt. Die AAG ist ein völlig gemischtes Ensemble, es spielen Jazzmusiker wie auch klassische Musiker und reagieren auf Bachs tiefschürfendes Spätwerk „Die Kunst der Fuge“ mit klanglich-improvisatorischen Ereignissen. Auch von der Orgel wird neben den Bachschen Fugen ein persönliches Statement des Organisten zu hören sein.
Der Vorarlberger Organist Jürgen Natter kommt mit einem sehr persönlichen Programm in die Basilika. Man darf hier besonders gespannt sein auf sein Experiment, welches er von Bruckners Perger Präludium für Harmonium ausgehend bis hin zu einer sinfonischen Improvisation, in der uns auch Wagners „Tristan“ begegnen wird, anwachsen lässt.
Der französische Organist Édouard Oganessian, der seine Wurzeln in Armenien hat, wird uns in die tiefromantische Musik von Bruckners großen Vorbildern führen. Wir hören drei sinfonische Werke von Richard Wagner und Franz Liszt, welche auf der Bruckner-Orgel ganz besonders farbig und virtuos gespielt werden.
Den Abschluss der Orgelnacht spielt Stefan Kagl mit einem virtuosen Bach-Werk und Musik aus der Pariser Kirche Saint Sulpice, jenem Ort mit der berühmten Cavaillé-Coll-Orgel, an der Charles-Marie Widor 64 Jahre seinen Dienst als Organist versah. Heuer feiern wir seinen 175. Geburtstag, welchen wir in diesem Konzert auch musikalisch begehen wollen. Die Orgelnacht endet mit einem Werk eines anderen Komponisten an St Sulpice, Louis James Alfred Lefébure-Wely, mit dem wir auch die Orgelnacht beginnen werden.
Auch in diesem Jahr werden alle Konzerte wieder per Video auf die große Leinwand in den Altarraum übertragen. Die Orgelbar sorgt in den Pausen wieder für das leibliche Wohl mit Speisen und Getränken.

Matthias Giesen

 

 

 

19:30h  Soirée italienne-française –  Sergio Orabona

Louis James Lefébure-Wély (1817 – 1869) Marche en Ut

Claude Debussy (1862 – 1918) Arabesque n. 1 (Transkription von Léon Roques)

Marco Enrico Bossi (1861 – 1925) Studio sinfonico op. 78

Naji Hakim (*1955) Aus Esquisses persanes: Raqs

Grimoaldo Macchia (1972) Naples suite (2017, dedicata a Sergio Orabona):

Entrée sur “Reginella“

Canzona sur “Torna a Surriento“

Sortie sur “Funiculì Funiculà”

 

20:15h  Bachs „Kunst der Fuge“ Austrian Art Gang und Andreas Etlinger

Contrapunctus 1 (AAG)

Contrapunctus 3 (Orgel)

Contrapunctus 4 (AAG)

Contrapunctus 6 (Orgel)

Contrapunctus 7 (AAG)

Contrapunctus  9 (Orgel)

Contrapunctus  10 (AAG)

Contrapunctus 11 (Orgel)

Kanon Nr. 17 (AAG)

Contrapunctus 12a  (Orgel) –  Contrapunctus 12b improvisiert (AAG)

Orgelimprovisation über das Hauptthema aus Die Kunst der Fuge

Austrian Art Gang

Klaus Dickbauer, Saxophon

Wolfgang Heiler, Fagott

Daniel Oman, Gitarre

Thomas Wall, Cello

Wolfram Derschmidt, Bass

Andreas Etlinger, Orgel

 

21:45h  …zwischen Notiertem und Fantasiertem… – Jürgen Natter

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Chaconne d-moll BWV 1004 (Transkription für Orgel von Henri Messerer) 

Johannes Brahms (1833-1897): Fuge as-Moll

Anton Bruckner/Richard Wagner/Jürgen Natter: „Perger“-Präludium meets Tristan

(Bruckner-Präludium im Original mit anschließender Improvisation)

 

22:45h  Wagner und Liszt – Édouard Oganessian

Richard Wagner (1813-1881): Vorspiel zu  „Lohengrin“ (Transkription für Orgel von Théodore Dubois)

Franz Liszt (1811-1886):  Funérailles aus: Harmonies poétiques et religieuses (Transkription für Orgel von Louis Robilliard)

Franz LisztDer Heilige Franziskus von Padua auf den Wogen schreitend (Transkription für Orgel von Max Reger)

 

23:45h  Bach & St. Sulpice: Bach – Lefébure-Wely – Widor – Stefan Kagl

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Praeludium et Fuga in D-Dur, BWV 532

Charles-Marie Widor (1844 – 1937) :  aus Bachs Memento (1925):
a) Mattheus-Final  (Schlusschor aus der Matthäus-Passion, BWV 244)

b) Sicilienne (zweiter Satz aus der Sonate für Flöte und Cembalo Es-Dur, BWV 1031)

Meditation aus der I. Symphonie opus 13/2

Louis James Alfred Lefébure-Wely (1817-1869) :  Boléro de concert op. 166   Fantaisie sur Guillaume Tell op. 29

Datum: Dienstag, 20. August 2019
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ort: Augustiner Chorherrenstift
St. Florian, Stiftsbasilika

Interpreten

Stefan Kagl, Herford/D

Orgel

Jürgen Natter, Altach/A

Orgel

Sergio Orabona, Stuttgart/D

Orgel

Edouard Oganessian, Paris

Orgel

Andreas Etlinger, St. Florian/A

Orgel

Austrian Art Gang

Ensemble

Programm

J. S. Bach

Kunst der Fuge-Projekt“ (Austrian Art Gang)