Symposion zu Bruckners „Zweiter“

William Carragan:

The paper is a discussion of the significance of the Second Symphony as it served in its 1872 version as a prototype for the seven following Vienna-period symphonies. Elements of form and content are covered in detail, with a particular discussion of the four-section development of the finale in its four distinct manifestations.

 

Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen:

Selbstfindung und Konsolidierung.

Die Zweite Symphonie als Schlüsselwerk der Bruckner-Rezeption

Bruckners Zweite Symphonie ist das erste Orchesterwerk, mit dem er in Wien nicht nur bekannt wurde, sondern auch einen beachtlichen Anfangserfolg erzielte. Die Presse-Reaktionen waren verhältnismäßig (im Falle Hanslicks sogar ungewöhnlich) positiv und ermutigend. Das hat sicherlich damit zu tun, dass Bruckner hier fundamentale Grundzüge seines eigenen symphonischen Konzepts in recht übersichtlicher Weise stabilisiert hatte, die aber danach – in der Dritten konsequent weiter ausgebaut und zu weitaus größeren Dimensionen entwickelt – auf die ursprünglich positiv erwartungsvollen Rezensenten wiederum verstörend wirkten. Diese ambivalente Rezeption ist für Bruckners weiteren Werdegang von großer Bedeutung geworden, und für die Einordnung der Zweiten in das symphonische Gesamtschaffen ergibt sich daraus eine ganz besondere Position.

 

 

Datum: Freitag, 23. August 2019
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Augustiner Chorherrenstift
St. Florian, Altomonte Saal

Interpreten

William Carragan, USA

„Bruckner’s Grand Plan“

Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen/Zürich

„Selbstfindung und Konsolidierung – Die Zweite Symphonie als Schlüsselwerk der Bruckner-Rezeption“

Desiree Mayer, München

„Das Ostinato als Kompositionstechnik in Anton Bruckners Symphonie Nr. 2 in c-Moll“

Programm