Anton Bruckner war als Organist in ganz Europa für sein virtuoses Spiel berühmt. Seine besondere Fähigkeit war die Improvisation. Viele Themen seiner Symphonien sollen ihm beim Improvisieren eingefallen sein.

Zu improvisieren und damit Kompositionen zu erstellen ist auch der Zugang des Jazz zur Kunst. Was liegt näher, als Bruckners V. Symphonie einmal aus dieser Perspektive zu beleuchten. Im Gegensatz zu gewohnten Jazzimprovisationspraktiken wird jedoch nicht über ein Thema improvisiert, sondern in einer Art Durchführung das ganze Werk auf vielfältigste Weise abgewandelt.

Die Symphonie kunstgerecht zu zerlegen, bis an ihren Urgrund zu gehen und das Analysierte dann für die Musiker – Virtuosen, die sowohl in Klassik wie auch Jazz zu Hause sind –  als Material aufzubereiten, ist die spannende Herausforderung. Der oberösterreichische Komponist und Saxofonist Thomas Mandel hat in der langjährigen Beschäftigung mit dem Symphoniker Bruckner gelernt, sich mit Respekt und gleichzeitiger Offenheit dem Meister zu nähern und das Zeitgemäße seiner Symphonien musikalisch transparent zu machen. Mit diesem spannenden Zugang in den Orchesterfarben des 21.Jahrhunderts offenbart sich die Aktualität Bruckners. Und jetzt groovt er – der Bruckner!

Temporary Art Orchestra   

Simon Plötzeneder, Trompete

Thomas Mandel, Saxofon

Christian Wirth, 1. Violine

Marcus Wall, 2. Violine

Julian Gillesberger, Viola

Stephan Punderlitschek, Violoncello

Wolfgang Bründlinger, E-Gitarre

Marco Palewicz, Keyboard

Wolfram Derschmidt, Kontrabass

Engelbert Gagl, Schlagwerk

Erwin Drescher, Schlagzeug

 

Musikalische Gesamtleitung, Komposition: Thomas Mandel

Datum: Samstag, 19. August 2017
Uhrzeit: 20.00 Uhr
Ort: Augustiner Chorherrenstift
St. Florian, Altes Kino

Interpreten

The Contempary Art Orchestra

Orchester

Thomas Mandl

Leitung

Programm

Thomas Mandl

„Bruckners V. improvised“