Symposion

Symposion

„Bruckner-Dimensionen“

Freitag, 18.08.2017 - 14:00 Uhr
Augustiner Chorherrenstift St. Florian, Altomonte - Saal
Die Brucknertage öffnen nicht nur einen musikalischen, architektonischen und synästhetischen Zugang zum Werk des Meisters, sondern im bereits traditionellen Symposion „Bruckner-Dimensionen“ auch einen Wissensaustausch über geistige, musikwissenschaftliche und spirituelle Aspekte. Jährlich erklären sich weltweite Bruckner-Koryphäen aller Disziplinen gerne bereit, in der Heimat des „Genius loci“ unser zur Familie gewordenes Publikum vertiefter in den Kern von Botschaft Bruckners zu geleiten. Im prunkvollen Ambiente des Altomonte-Saales lassen uns heuer drei namhafte BrucknerforscherInnen an ihrem fundierten Wissen über den Meister, seine kompositorische Arbeitstechnik, seine spirituellen Intentionen und sein historisches Umfeld teilhaben. Sämtliche ReferentInnen werden sich für den Bruckner-Kreis samt Klangbeispielen allgemein verständlich ausdrücken und anschließend für eine ausgiebige Publikums-Diskussion zur Verfügung stehen. Bruckner konnte wie kein anderer Komponist den Zeitbegriff in der Musik vervielfältigen. Anton Bruckner und Albert Einstein, diese beiden lehrten uns Zeit. Oder wie es der legendäre Bruckner-Dirigent Herbert Blomstedt (er wird am 11. Juli 2017 seinen 90. Geburtstag feiern und hat sich als „rundes“ Geburtstagsgeschenk explizit gewünscht, die V. Symphonie im Juli mit den Bamberger Symphonikern in der Stiftsbasilika St. Florian zu musizieren) ausdrückt:
„Nur Bruckner konnte die Unendlichkeit von Zeit und Raum noch mehr erweitern.“
Wir laden Sie auch dieses Jahr wiederum ein, am 18. August, dem Tag des traditionell krönenden abendlichen Symphoniekonzertes, aus Ihrem eigenen zeitlichen Alltag herauszutreten, uns Ihre zeitliche Großzügigkeit zu schenken und die Zeitreise zu Bruckner bereits um 14 Uhr beim gemeinsamen Symposion anzutreten. Um nach geistiger Beschäftigung mit Bruckner, dazwischen auch in Bruckners Sinne und Vorbild körperlich gelabt, umso mehr durch die am „Kraftort“ Stift St. Florian verbrachten Stunden geistig und körperlich für die V. Symphonie gestärkt, geöffnet und bereit zu sein.

Hans-Joachim Hinrichsen, Zürich:
Ein "kontrapunktisches Meisterstück": Was "bedeuten" Choral und Fuge in Bruckners Fünfter Sinfonie.

Ferdinand Reisinger, St. Florian:
Der “Spirit” hinter Bruckners V.

Andrea Harrandt, Wien:
Die Entstehungszeit der 5. Symphonie. Das musikalische Wien der 1870er und 1880er Jahre
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Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen/Zürich Ein "kontrapunktisches Meisterstück": Was "bedeuten" Choral und Fuge in Bruckners Fünfter Sinfonie?
Ferdinand Reisinger, St. Florian Der “Spirit” hinter Bruckners V.
Andrea Harrandt, Wien Die Entstehungszeit der 5. Symphonie. Das musikalische Wien der 1870er und 1880er Jahre
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Einführungsvortrag

Einführungsvortrag

Einführungsvortrag in die V. Symphonie

Freitag, 18.08.2017 - 17:00 Uhr
Augustiner Chorherrenstift St. Florian, Altomonte Saal
Der seit 1997 traditionelle musikalische Einführungsvortrag von Klaus Laczika am Klavier findet auch heuer zur V. Symphonie am 18. August 2017 um 17.00 Uhr statt.
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Klaus Laczika
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Symphoniekonzert

Symphoniekonzert

Altomonte Orchester, Rémy Ballot

Freitag, 18.08.2017 - 20:00 Uhr
Augustiner Chorherrenstift St. Florian, Stiftsbasilika
Kann oder darf man Künstler und Werk trennen? Schöpfer und Biographie?
Zeitloser Diskussionsstoff aller Kunst. Selbst in verzweifelten Lebensabschnitten lässt sich Mozart musikalisch niemals in die Seele blicken. Tschaikowsky hingegen kündigt in seiner „Pathetique“ unmissverständlich seinen bevorstehenden Selbstmord an.
Zwei Abgründe der Verzweiflung prägen Bruckners Leben:
Der Nervenzusammenbruch in Bad Kreuzen (genesend komponiert er die f-moll-Messe) und seine existentielle Not 1875, also das bittere Bereuen seines vermeintlich falschen Schrittes nach Wien: „Alles ist zu spät. Fleißig Schulden machen, u am Ende im Schuldenarreste die Früchte m e i n es F l e i ß e s g e n i e ß e n, und die Thorheit meines Übersiedelns nach Wien ebendort besingen, kann mein endliches Los werden“. (sic!)
In dieser Stimmung beginnt er den zweiten Satz der V. Symphonie. Artikuliert sich unüberhörbar. Welche Stärke hält ihn hier am Leben? Verleiht ihm beim Komponieren Newton`sche Kräfte? Denn der Schluss des 4. Satzes, die unvergleichliche sogenannte „Finalcoda der V.“ ist eine der überzeugendsten Botschaften der Zuversicht, welche jemals von Menschenhand geschaffen wurde.
„Jetzt habe ich keine Angst mehr vor dem Sterben, Bruckner hat mir den Himmel gezeigt!“ – so eine 17-jährige Konzertbesucherin nach dem krönenden Abschluss der V. in einer Bruckner-Dokumentation des ZDF.
Die „Kontrapunktik“, also die komplexe Kompositionskunst der eigenständigen Führung jeder einzelnen musikalischen Stimme, erreicht in der Schlussfuge der V. Bruckner ihren musikgeschichtlich bislang letzten unvergleichlichen Höhepunkt. Bruckner sagte später über diese Schlussfuge: „Nie mehr schreib' i' so was, das is' mei' größte Arbeit!“ und: „Nicht um 1000 Gulden möchte ich das nochmals schreiben!” (Max Auer: „Anton Bruckner: Sein Leben und Werk“, Amalthea Verlag, 1947.)
Ihr ebenfalls einzigartiges Schlussfugen-Pendant der klassischen Musik liegt in der Schlussfuge von Mozarts „Jupiter-Symphonie“ KV 551, welche zur Eröffnungsgala 2017: „20 Jahre St. Florianer Brucknertage“ am Sonntag 13.8. erklingen wird. Gemäß dem Motto der Brucknertage, musikalisch zusammenhängende sinnhafte einwöchige musikalische Bögen zu spannen.
Die Brucknertage präsentieren die „Phantastische“ (Zitat Bruckner über seine V.) in der seit 2011 regelmäßig und mehrfach international preisgekrönten, somit durchaus bereits bewährten Kombination mit dem Altomonte Orchester unter dem Dirigenten Rémy Ballot wie immer als krönenden Höhepunkt der Woche. Wahrlich würdig zur Feier des 20-jährigen Bestehens der „St. Florianer Brucknertage.“
INTERPRETEN
Altomonte Orchester Orchester
Rémy Ballot Leitung
PROGRAMM
A. Bruckner (1824-1896) Symphonie Nr. V B-Dur
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