Sinfonie 6

Sinfonie 6 / Anton Bruckner

Remy Ballot / Oberösterr. Jugendsinfonieorchester
99127
Sinfonie 6
In der möglicherweise glücklichsten Periode seines ganzen Lebens schrieb Anton Bruckner seine VI. Symphonie. Durch eine fixe bezahlte Anstellung als Lektor erstmals finanzieller Sorgen und Zukunftsängste enthoben, durch Empfänge beim Kaiser und in der Aristokratie endlich gesellschaftlich anerkannt. Bruckner war buchstäblich „gelöst“, sowohl von langen mannigfaltig quälenden Sorgen als auch von seinem eigenen lange erarbeiteten Symphonie-Modell.
Es ist ein pikantes Phänomen, dass gerade der „Bruckner-Kenner“ mit seiner redlich erarbeiteten Kenntnis der Baupläne und Ingredienzien aller Hauptwerke vertraut – sich noch schwerer (weil intellektuell gefährlich vorbelastet!) in die VI. einfindet als der „naive“ Hörer. Bruckner verzichtete auf fast sämtliche eigene Erkenntnisse der Themenverarbeitung, löst sich von der selbst auferlegten Strenge und vertrauten Logik, ja – experimentiert ungeniert mit musikalischen Atomen, Partikeln, Bausteinen, Einwürfen, lange vorenthaltenen Spannungs-Auflösungen, vermeintlichen Regelverstößen, definiert das Verhältnis zwischen Spannung und Entspannung gleichsam im Vorübergehen neu, gönnt sich eine radikal andere kompositorische und dramaturgische Architektur. Um die Geschichte abzukürzen (so wie die VI. die kürzeste aller seiner großen Symphonien ist), bleibt nur die Empfehlung des Arztes: „Versuchen Sie sich nicht in intellektuellen Annäherungen an die VI. Bruckner!
Sie werden so wie viele Bruckner-Spezialisten der vergangenen 120 Jahre nirgends ankommen und frustriert verbleiben.“ Geben Sie sich der Musik vertrauensvoll hin. Die Voraussetzungen waren durch die liebevollen Proben des bereits 2014 mit der VIII. in St. Florian preis­gekrönten Oberösterreichischen Jugendsinfonie­orchesters mit dem Dirigenten Rémy Ballot perfekt zubereitet. Haben Sie Vertrauen in die Substanz.
Atmen Sie durch, atmen Sie auf. Mit Anton Bruckner, der VI. Symphonie und ihrer unverwechselbaren lebensbejahenden Botschaft im „Hier und Jetzt“.
Klaus Laczika
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Symphonie IX

Bruckners Symphonie IX

Bruckners Symphonie IX

Altomonte Orchester/Rémy Ballot; Matthias Giesen, Klaus Laczika
Gramola 99089
SUPERSONIC PREIS, die höchste Auszeichnung von "Pizzicato".
In der Reihe der Brucknertage im Stift St. Florian, Anton Bruckners Refugium, eigentlicher Heimat und letzter Ruhestätte, erklang im Sommer 2015 ,,das Schönste, was ich [Bruckner] je komponiert habe!" Die Rede ist vom Adagio seiner Neunten, unvollendet gebliebenen Symphonie in d-Moll, die ,,dem lieben Gott" (Zitat Anton v. Webern) gewidmet ist, und in der sich Bruckner bewusst mit dem Übergang ins Jenseits auseinandersetzt. Remy Ballot und dem Altomonte-Orchester gelingt es in ,,Liaison" mit der einzigartigen Akustik der Basilika - gewissermaßen dem Heiligen Geist dieser musikalischen Trinität - wie kaum Anderen, die mit dem Abschied vom Irdischen verbundene Wehmut und Trauer der Hinterbliebenen, aber auch die Ungewissheit über das, was nach dem eigenen Tod bleibt, in himmlische Sphären zu überführen. Lösung vom Erfolgsmodell seiner VIII. wagte Bruckner durch die radikal neue Kompositionstechnik der IX. Lösung von allem Irdischen im Adagio -- »Es soll das Schönste werden, was ich je komponiert habe!«-- seinem »Abschied vom Leben«. Lösung von sämtlichen Bruckner'schen Hörgewohnheiten und Erwartungshaltungen erlebt man, wenn die Bruckner-bewährte mehrfach preisgekrönte Zusammenarbeit zwischen dem Altomonte Orchester und Rémy Ballot einen neuen Höhepunkt findet. Wenn das Resultat, die IX., Bruckners »Eschatologie - die Lehre von den letzten Dingen« an Seiner Ruhestätte, der akustisch einzigartigen Stifts-Basilika bei den St. Florianer Brucknertagen 2015 erklingt. Die Noten völlig neu gelesen und artikuliert, ein nie zuvor erlebter interpretatorischer Ansatz, Bruckner in Klang, unverkennbarem Bruckner-Puls, in majestätischer Ausdehnung und Spirit von sämtlichen Traditionen zu lösen. Prof. Dr. Klaus Laczika Bonus-Disc: Die vorliegende Transkription der IX. Symphonie für zwei Klaviere wurde von Matthias Giesen und Klaus Laczika anhand der Transkription von Dr. Karl Grunsky (1911) - auf Basis der bekanntlich stark veränderten Orchesterfassung von Ferdinand Löwe - instrumentatorisch und dynamisch wieder an Bruckners Urtext angeglichen. Remy Ballot Remy Ballot wurde in Paris geboren. Er studierte Violine, Dirigieren, Musiktheorie und Musikpädagogik und schloss sein Studium mit dem Diplom des Conservatoire National Superieur de Musique de Paris ab. Bereits während seiner Studienzeit erhielt er Unterricht bei Maestro Sergiu Celibidache und gründete mit 18 Jahren sein eigenes Orchester, das Ensemble FAE, mit dem er in Paris debütierte. 2004 übersiedelte er aus künstlerischen Gründen nach Wien. Remy Ballot hat als Dirigent mit zahlreichen Orchestern zusammengearbeitet, u. a. mit dem Mozarteumorchester Salzburg, der Orchesterakademie Ossiach, dem Orchestre National des Pays de la Loire, dem Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, dem Altomonte Orchester St. Florian, dem Akademischen Orchesterverein Wien und der Jungen Salzburger Philharmonie und jüngst in einer ausgedehnten Zusammenarbeit mit dem Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchester (OÖJSO). Sowohl die St. Florianer Einspielung der Erstfassung der III. Symphonie von Anton Bruckner mit dem Altomonte Orchester bei den Brucknertagen 2013 als auch der VIII. (OÖJSO, Bruckertage 2014, beides beim Label Gramola produziert) ernteten hymnische lokale und internationale Kritiken und wurden mit zahlreichen internationalen Plattenpreisen (Diapason dor, Supersonic Pizzicato, Stereophile) ausgezeichnet. Altomonte-Orchester St. Florian Das Altomonte-Orchester St. Florian wurde 1996 durch Augustinus Franz Kropfreiter (1936-2003) und Thomas Wall (Solocellist, Orchesterintendant) gegründet. Der Name des Orchesters bezieht sich auf die Barockmaler Martino und Bartholomeo Altomonte, die Schöpfer der Fresken der Prunkräume des Stiftes St. Florian. Musikalische Bandbreite von Barock bis zu zeitgenössischer Musik, Pflege der Musiktradition und der Kirchenmusik in St. Florian sowie im Besonderen Förderung des musikalischen Nachwuchses definieren die zentralen Aufgaben unter Chefdirigent Matthias Giesen.
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Ein Mysterium

Bruckners Symphonie VIII

Bruckners Symphonie VIII

Oberösterreichisches Jugendsinfonieorchester / Rémy Ballot
Gramola 99054
SUPERSONIC PREIS, die höchste Auszeichnung von "Pizzicato".
 
Man nehme 130 junge Nachwuchsmusiker, einen französischen Stardirigenten, Anton Bruckners umfangreichste Symphonie und die einzigartig inspirierende Atmosphäre der Stiftskirche St. Florian:
Die mystischen Welten, die das Oberösterreichische Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Rémy Ballot mit der Achten Symphonie anlässlich der Brucknertage 2014 erschuf, veranlassten namhafte Kritiker zu Aussprüchen wie
“Da standen die Türen zum Paradies plötzlich sperrangelweit offen, die für das Jenseits verheißene ewige Verklärung in spürbare Nähe gerückt!” oder “Das junge Orchester musizierte diesen Choral, als ob sie selbst die Engel wären.
Sprichwörtlich: Ein Augenblick, für den es sich zu sterben lohnt.”
 
Die "Anton Bruckner - Symphonie 8" CD gibt es zum Kaufen!
Wo: Stiftsportier St. Florian, Tourismusverbund St. Florian Preisvergünstigungen für Vereinsmitglieder, Brucknerbund und Brucknertage
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Erstfassung 1873

Bruckners Symphonie III

Bruckners Symphonie III

Altomonte Orchester St. Florian / Rémy Ballot
Gramola 99044
Auszeichnung "Diapason découverte" durch die französischen Fachzeitschrift "Diapason" (Dezember 2014).
 
SUPERSONIC PREIS, die höchste Auszeichnung von "Pizzicato".
 
Das Highlight der St. Florianer Brucknertage 2013 stellte zweifelsohne die Erstaufführung der über hundert Jahre unbekannten und nach wie vor sehr unterschätzten Erstfassung der dritten Symphonie Anton Bruckners durch das Altomonte Orchester St. Florian unter der Leitung von Rémy Ballot dar.
Die Magie dieses unvergleichlichen Konzertereignisses – manifestiert durch die der einmaligen authentischen Akustik angepassten Tempi, quasi der Bruckner-Puls, der Mut, die Bruckner’schen mantra- oder auch gebetsmühlenartigen „psychedelischen“ Wiederholungen, die dann – leider – durch Bruckner selbst und die Gebrüder Schalk in den späteren Fassungen „gestrafft“ und entfernt wurden, in Ruhe immer wieder aufs Neue auszumusizieren, der Mut zur Stille der komponierten Pausen (also Stille als höchste Form der Musik) – lässt sich durch diese einmalige Aufnahme nacherleben.
 
Die "Anton Bruckner - Sinfonie 3 - Erstfassung 1873" CD gibt es zum Kaufen! Wo: Stiftsportier St. Florian, Tourismusverbund St. Florian Preisvergünstigungen für Vereinsmitglieder, Brucknerbund und Brucknertage
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